Presse, Neuigkeiten und Projekte















Zum Thema "Führungskompetenz"

 

Der Songtext von "Walk beside me" von Celtic Woman beschreibt genau das, was wir bei der Equi-Union unter einer guten Teambildung und echter Führungskompetenz verstehen:

 

Don't walk in front of me
I was not born to follow

 
Don't walk behind me
We were all born to lead

 

Don't walk without me
I might need you tomorrow

Walk right beside me
Be the real friend I need

 



Fachkreis - Pferdeverhaltenstherapie

 

Die Verhaltens- und Kognitionsforschung in der Pferdeszene gibt immer wieder Aufschluß über wichtige Fragen und Phänomene. Auch wenn in den letzten Jahren schon viele Daten erhoben, Studien durchgeführt und Versuche gemacht wurden, gibt es immer noch zahlreiche Erkenntnisse, die gewonnen werden wollen.

 

Unser Fachkreis aus erfahrenen Pferdeverhaltenstherapeuten behandelt umfassend diverse Forschungsthemen aus der Hippologie und Ethologie. Auch werden interessante Fachfragen erörtert und als Kollegen stehen wir in regem Austausch über die Arbeit in der Verhaltenstherapie. Wir freuen uns sehr über die engagierte Zusammenarbeit und diese erfolgreiche Kooperation!


Companion-Contest: das Online-Turnier

 

Aufstellen - Entspannen - Aufnahme!

Das Online-Turnier ist eine noch recht neue Idee für Veranstaltungen im Pferdesport. Die Intention ist es, eine Prüfung stressfrei in gewohnter Umgebung und in Bestform ablegen zu können und das, ohne dem Pferd einen Transport zumuten zu müssen. Viel vorgenommen? Viel Motivation macht es möglich: Momentan befindet sich bei der Equi-Union eine solche pferdegerechte und innovative Turnierveranstaltung in der Planungsphase: Der Companion-Contest

 

Das Konzept: Die Prüfung wird auf Video aufgenommen (ein Durchlauf - ohne Schnitt) und fristgerecht an den Prüfungsausschuss gesendet. Die Videos werden dann ausgewertet und eine feierliche Siegerehrung ist selbstverständlich auch vorgesehen.

 

Das Interessante: Die Prüfung soll in den Disziplinen Bodenarbeit, Gelassenheits-Pacours sowie Click n' Treat-Training stattfinden. Die Bewertungskriterien neben der korrekten Ausführung der Lektionen: Losgelassenheit, Pferdegesundheit, Motivation, Harmonie. Im Prüfungsausschuss sitzen ausschließlich Experten auf den Gebieten der Pferdepsychologie, Hippologie und der pferdegerechten Ausbildng.

 

Innovativ, Clever, Zeitgemäß - das wird der Companion-Contest!


Veröffentlichung

EQUI-UNION-NRW

Das ifT-Institut für Tierheilkunde veröffentlicht meine Abschlussarbeit des Studiums "Pferdeverhaltenstherapie"



Equi-Interview

Wir stellen uns euren Fragen!

 

Es gibt Fragen, die wir immer wieder hören. Diese Fragen beantworten wir jetzt

in einigen interessanten Beiträgen zu den Themen, die euch am meisten interessieren:

  1. Was macht ein modernes Pferdetraining aus?
  2. Pferdetraining und Gewalt - Wo stehen wir heute?
  3. Kommunikation und Rhythmus
  4. Die RICHTIGE Kommunikation
  5. Das Missverständnis: Dominanz
  6. Was ist das eigentlich - ein HORSEMAN?

Viel Spaß beim lesen!


Pferdetraining 2.0 - Was macht ein modernes Pferdetraining aus?

 

Was ist eurer Meinung nach besonders wichtig,

wenn man ein Pferd trainiert?

In einem guten Training sehen wir mehr, als das Bewältigen von Aufgaben, Muskelaufbau und den Körper zu stärken. Training sollte auch schlauer machen, die Kopfarbeit fördern. Man sollte auch das gegenseitige Verständnis für einander und die Kommunikation trainieren. Vor allem sollte es beiden, Mensch und Pferd, Spaß machen.

 

Worin seht ihr die Schwächen in “schlechtem“ Pferdetraining?

Das Pferd sollte aufmerksam bleiben und niemals abstumpfen oder die mentale Verbindung zum Menschen verlieren. Sonst wird das Training einseitig und das wertvolle Gleichgewicht geht verloren. In einem solchen Training geraten beide Partner des Mensch-Pferd-Teams aus der Balance. Zuerst seelisch, dann auch körperlich und es entstehen Probleme und Konflikte.

 

Woran erkennt man solche Probleme?

Am einfachsten wirft man einen Blick in die Gesichter von Mensch und Pferd. Das Pferd verliert sein leuchten in den Augen, seinen Glanz und seinen Stolz. Sie ziehen sich in sich selbst zurück und verkümmern regelrecht. Auch der Reiter wirkt nicht mehr konzentriert, sondern angestrengt und verbissen oder unsicher. Man sieht keinen Spaß mehr, keine Leichtigkeit.

 

Was wünscht ihr euch für die Zukunft des Pferdetrainings?

Dass noch mehr Menschen die Ansprüche an ihr Training erweitern. Wir haben heutzutage alle Möglichkeiten für ein gutes, ausgewogenes, ganzheitliches Training. Wir wünschen uns Pferde, die mehr sind, als nur Befehlsempfänger, die einseitig trainiert werden und verkümmern. Wir wollen sie stolz, glücklich, lebendig und wir wollen mit ihnen in Verbindung stehen.

 

Wann ist ein Training wirklich gut gelaufen?

Ein Training ist dann gut gelaufen, wenn man möglichst viele Erfolgserlebnisse hatte und sich hinterher leicht und beschwingt fühlt. Wenn man das nächste Mal kaum erwarten kann ;-)

 

Euer Equi-Union-Team



Pferdetraining und Gewalt –

Wo stehen wir heute?

 

Findet ihr, dass es heute noch Optimierungsbedarf im Bezug auf “Gewalt im Pferdetraining“ gibt?

Wir sollten immer offen sein für Optimierung, denn Verbesserung hört nicht irgendwann auf. Sie ist ein Prozess, den man immer weiter vorantreiben kann. Auch heutzutage sollten wir die Qualität im Pferdetraining weiter erhöhen. Wir müssen die Augen öffnen und kritisch bleiben. Auch heute wird Gewalt im Pferdetraining viel zu oft nicht erkannt und hingenommen.

 

Aber sind die Methoden nicht heute viel besser als früher und vor allem pferdefreundlicher?

Nun, es sind nicht immer nur die offensichtlichen Grausamkeiten im Umgang mit Pferden, die man leicht erkennt. Zum Beispiel, wenn man Pferde zu hart mit der Gerte schlägt, die Sporen zu hart einsetzt oder sie in schmerzhafte Körperhaltungen zwingt. Dann kann man leicht sagen: “Das ist falsch, lass das sein.“ Aber es gibt auch so viele kleine Dinge, die für normal gehalten oder als notwendig betrachtet werden.

 

Was meint ihr damit?

Oft sieht man Stress und Druck im Training. Es wird mit ständigem Kontakt zum Maul geritten. Man findet Ausbinder, sieht das ständige Laufen auf der Vorhand, die Unterdrückung der Emotionen und Bedürfnisse des Pferdes und so weiter. All das summiert sich tagtäglich zu einer Form des Umgangs mit Pferden, den man ebenfalls als gewaltsam bezeichnen muss.

 

Und was kann man da tun?

Wir dürfen uns ruhig in Frage stellen und überprüfen, was wir verbessern können. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Verantwortungsbewusstsein. Die Verantwortung liegt nun mal bei uns. Der Traum von einem partnerschaftlichen Umgang, vertrauensvoller Verbindung und dynamischer, losgelöster, gesunder Bewegung ohne Gewalt in der Ausbildung ist absolut erreichbar und jeder kann und sollte diese Art von Niveau im Pferdetraining anstreben.

 

Euer Equi-Union-Team



Der Vorteil von Kommunikation und Rhythmus

 

Warum sind Kommunikation und

Rhythmus so interessant?

Ob vom Boden aus oder beim Reiten, wir sehen im Umgang mit Pferden sehr viele  Hilfsmittel, die nötig erscheinen oder sogar  als Voraussetzung dafür gesehen werden, überhaupt mit einem Pferd arbeiten zu können. In der Regel dienen diese Hilfsmittel dazu, die Pferde unter Kontrolle zu bringen. Dabei werden oft zwei Werkzeuge übersehen, die wesentlich effektiver sind und zum anderen auf eine positive und konstruktive Art und Weise wirken. Ohne das Pferd einzuschränken oder ihm zu schaden.

 

Also zum einen die Kommunikation?

Genau, erst ist da die Kommunikation, die oft nicht genug beachtet wird. Doch nur mit ihrer Hilfe ist es wirklich möglich, dass sich beide Teampartner überhaupt verstehen und sich miteinander verständigen können. Der Mensch kann lernen, seine Wünsche an das Pferd so auszudrücken, dass es diese sofort verstehen kann. Und ein Pferd kann ebenso lernen, auf welche Weise es seine Bedürfnisse kommunizieren kann, dass sie vom Menschen verstanden werden. Es ist ein Geben und Nehmen wodurch man immer mehr zusammen wächst und eine tiefe Verbindung entsteht. So wird echte Fairness und Zufriedenheit im Training ermöglicht.

 

Und der Rhythmus?

Nun, diese Verbindung lässt sich natürlich auch beim Reiten nutzen. Denn auch der richtige Rhythmus ist etwas so wichtiges, das oft vernachlässigt wird. Wenn du deinen eigenen Rhythmus findest, deine eigene Balance, dann kann das Pferd dir umso leichter folgen. Bewegt ihr euch im Einklang, entsteht eine taktreine Einheit. Es ist so, als würdet ihr miteinander tanzen. Man könnte sagen: Rhythmus ist die Kommunikation des Körpers.

 

Und der Vorteil?

Ganz einfach: Lässt man Kommunikation und Rhythmus in das Pferdetraining mit einfließen, werden all die Hilfsmittel, die das Pferd kontrollieren sollen vollkommen überflüssig!

 

Euer Equi-Union-Team



 

Die RICHTIGE Kommunikation -

Warum ist Kommunikation keine Einbahnstraße?

 

Wird “Kommunikation“ etwa manchmal

falsch verstanden?

Naja, Menschen verstehen unter Kommunikation oft folgendes: Ich sage meinem Pferd, was ich von ihm möchte. Tatsächlich gehört zu einer echten Kommunikation auch das Zuhören. Das wird wohl manchmal vergessen. Es ist wichtig, sich wieder darauf zu besinnen, den Pferden aufmerksam zuzuhören. Damit unsere Kommunikation wirklich erfolgreich sein kann.

 

Warum ist das so wichtig?

Wir sollten Kommunikation nutzen, um herausfinden, was unsere Pferde brauchen, was sie mögen und was nicht, welche eigenen Ideen sie haben und wie sie die Dinge wahrnehmen und bewerten. Das macht es nämlich möglich, dass sich das Pferd aktiv ins Training und auch sonst einbringen kann. Die meisten wissen gar nicht, wie bereichernd und wunderbar das ist!

 

Und was ist das aller aller Wichtigste?

Pferde haben uns so viel Interessantes zu erzählen und eins ist klar: Wir können nur von Kommunikation sprechen, wenn es um ein gegenseitiges ‘sich verstehen‘ geht. Kommunikation ist nun mal keine Einbahnstraße. Das wichtigste ist also, das Zuhören nicht zu vergessen =)

 

Euer Equi-Union-Team



 

Das Missverständnis: Dominanz

 

Ist Dominanz nicht auch ein Teil im

Pferdetraining, der seine Berechtigung hat, solange man nicht übertreibt?

Dominanz ist wohl zurzeit das am meisten missverstandene Wort in der Pferdeszene. Den Menschen ist es oft sehr wichtig, dass ihnen das Pferd nicht ihren Rang strittig macht und immer genug Respekt vorweist. Dominanz wird dabei oft verwechselt mit Aggression, Respekt mit Unterwürfigkeit, Hierarchie mit Unterdrückung und Macht mit Ignoranz.

 

Und wie geht das dann richtig?

Was Pferde brauchen ist nicht etwa Dominanz, sondern Konsequenz. Pferde müssen lernen, wie sie sich in der Menschenwelt am besten verhalten können. Pferde brauchen faire, verantwortungsvolle Führung. Pferde möchten wissen, wie sie sich verhalten können, damit sie sich sicher und wohl fühlen. Und Pferde möchten sich darauf verlassen können, dass ihnen der Mensch seine Welt erklärt, in die er das Pferd gebracht hat, als er begann, es zu domestizieren.

 

Also Orientierung für das Pferd, statt Unterdrückung?

Ganz genau, denn was Pferde nicht brauchen ist ein erbitterter Machtkampf mit unverständlichen oder unfairen Mitteln. Und ist nicht ein Kampf sowieso völlig fehl am Platz sobald es darum geht, dass zwei Seiten eines Teams gemeinsam Zeit miteinander verbringen? die Reiterei ist immer ein Teamsport, nicht zwischen Menschen in einer Mannschaft, sondern zu aller erst zwischen dem Reiter und seinem Pferd! Niemand muss den Anderen dominieren, wenn man sich stattdessen einfach einigen kann. Das ist es, was ein echtes Team ausmacht.

 

Euer Equi-Union-Team



 

Was ist das eigentlich – ein HORSEMAN?

 

Sind wir nicht alle ein bisschen Horseman?

Nun ja, die Bezeichnung “Horseman“ wird tatsächlich häufig benutzt und manchmal ist gar nicht klar, was damit gemeint sein soll. Wahrscheinlich versteht jeder etwas Eigenes darunter, wir können euch nur die

Equi-Union-Definition präsentieren ;-)

 

Und was versteht ihr darunter?

Wir denken, es gehört mehr dazu, als ein Pferd zu besitzen, es jeden Tag zu reiten und zu versorgen. Ein “echter“ Horseman kennt sich wirklich gut mit Pferden aus. Er interessiert sich für alles rund um das Thema Pferde, was sie wollen, was sie brauchen und warum sie tun, was sie tun. Er sieht sie als eigenständige Wesen mit eigenem Willen, eigenen Wünschen, eigenen Interessen und Emotionen. Und er lässt sie so sein, wie sie sind.

 

Was meint ihr damit - sie so lassen, wie sie sind?

Für einen Horseman sind die eigenen Interessen nicht wichtiger, als die seines Pferdes. Er sieht sich und sein Pferd als gleichberechtigte Partner an. Sein Pferd darf sich ausleben, sich äußern, sich einbringen. Es muss nicht bloß funktionieren. Er lässt es frei sein. Das ist echter Respekt. Und den wird sein Pferd ihm erwidern.

 

Und was noch?

Außerdem bleibt er offen für Verbesserung. Er möchte auf dem neusten Stand bleiben, was Ausbildungsmethoden und Umgangsformen angeht. Noch wichtiger ist ihm aber oft, dass er sich wohl mit seinem Pferd fühlen kann. Er ist so zu sagen ein harmoniesüchtiger Mensch =D Das lässt beide so stark zusammen als Team sein.

 

Woran erkennt man ihn?

Ein Horseman hat eine gute Partnerschaft und eine gute Beziehung zu seinem Pferd. Beide vertrauen einander. Und das geht auch mit Pferden, denen er zum ersten Mal begegnet. Denn wenn man weiß wie, kann man als echter Horseman eine tiefe Verbindung zu einem Pferd aufbauen und das dauert nur einen Augenblick. Am besten erkennst du ihn allerdings, an dem entspannten, zufriedenen, glücklichen Ausdruck in dem Pferd, das neben ihm steht.

 

Euer Equi-Union-Team